Dienstag, 2. August 2011

Dickmann

Der dicke Mann ist genervt; endlich will er seinen Speck loswerden. Fühlt sich angeglotzt; sich beobachtet selbst wenn er alleine zu Hause ist.
Da kommen dann seine Geister. Fordern ihn auf doch endlich eine Diät zu machen. Doch diese Geister sind nicht immer leicht zu verstehen. Sie sprechen nicht seine Sprache. Ständig muss der schwere Mann sich die Mühe machen, die Sätze zu entschlüsseln; sonst wäre er viel zu traurig, sonst müsste er noch dicker werden.
Er mag seine Geister nicht sonderlich, aber er will Frieden schließen, seinen Geistern entgegenkommen und etwas Gewicht von seinem Bleigürtel nehmen.

Er will es auch sich selbst einfacher machen, denn dieses ganze Blei lähmt ihn ja doch nur in seiner Geselligkeit. Denn er nimmt zuviel Platz, zuviel Raum ein, betritt er ein Zimmer, wenn er sich setzt, wenn er stampft, da können sich die anderen gar nicht mehr so schön lang machen, entspannen und das will er natürlich auch nicht; er will doch auch endlich mal entspannt zur Ruhe kommen; nicht mehr so auffallen nur weil er alles schlingen muss, unverdaut weiter schlingen muss...

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