Sonntag, 27. März 2011

Hase

Läufst du immer noch dem unsichtbaren Hasen hinterher
Willst nicht erkennen, dass es einfach ist
Das du genauso einfach bist, wie wir alle mittelmäßig sind
Nein, das willst du nicht sehen
Also geht dein Schauspiel weiter
Du willst nicht absteigen, willst nicht sehen, dass wir alle was gemein haben, nein

Musst du was höheres sein, eigenes versagen, eigene mittelmäßigkeit wäre ja zu deutlich sichtbar

Also jagst du weiter
Nach etwas was es gar nicht gibt
Nie gab, doch hältst du daran fest

Willst diese Aura, das Podest, den thron nicht
Doch absteigen tust du selbst nicht, wäre das Leben ja doch viel zu schwer
Nur im Traum, eigene Aura produzieren, willst eigene gewöhnlichkeit nicht spüren, brauchst du die Bühne, die Show, das Schauspiel, weil eigenes ja zu primitiv, zu einfach, zu mittelmäßig ist
Kein Grund sich zu schämen
Ging uns allen so, bis zur Aufgabe

Verdammt, sieh mal ein, einfach Mensch zu sein
Glaubst du noch an Geister, an utopisch, den surealen Traum
An das über
Mensch bleiben, existiert nur das, was ich sehen kann, das was wirklich passiert

Scheiss auf utopia. Das leben ist nunmal dreckig, gemein
Zerr nicht länger an mir, nur weil du zuviel jämmerliche armseligkeit Besitz
Nur weil du in sorge bist, das dein Glanz iwann nicht mehr existiert, behalte deinen schmuck, deinen Glanz
Ich poliere ihn nicht länger, verhlendung und selbstaufgabe
Reflektiere ihn, ist er mir bewusst, doch bin ich mir wichtiger
Glänze ruhig, alles in der Verantwortung eines jeden selbst. Sind wir keine naiven Kinder, keine Opfer mehr

Samstag, 19. März 2011

Mein Glück ist ganz einfach

will ich tanzen
hab vergessen
relativ leicht, ziemlich banal
ganz gewöhnlich
nicht besonders, ganz allgemein

Glück ist einfach
nie so weit weg wie man meint
keine große Sache
keine große Anstrengung
einfach da
sieht man es leichter, treibe ich es nicht zu weit
denke ich nicht zu viel, nicht zu weit

eher allgemein, eher banal
eher in klischees
so traurig es auch manchmal ist
jeder Mensch ist anders
so traurig es auch manchmal ist

einfache klischees
ordnen wie ein, lehnen ab, weisen ab
weil man nicht passt, andere nicht passen
einfache klischees
machens leichter, so traurig es auch manchmal ist
ich nicht alles haben kann

bin ich kein Prinz, kein König
normal, banal
kann ich nicht alles haben
muss ich akzeptieren, so banal und einfach es auch klingt
so traurig es auch manchmal ist
jeder Mensch ist anders

Klischees, Millieus, ich kann nicht alles haben
so traurig es auch manchmal ist, kann das wohl nur die Chance sein
das Leben sein
das Glück sein, weil es leichter sein kann
weniger zur Verzweiflung bringen kann

niemand ist größer, doch nicht alles passen gleich zusammen
banal, einfach
Stereotypen treffen auf Stereotypen
nichts ist ausgeschlossen, doch bleibt nur Ernüchterung
das Klischees häufig stimmen, das Typen sich ausschließen
wenn einer von beiden nicht den Geschmack trifft, nicht den Kreis trifft, nicht das Milieu ist, nicht die Klasse hat, nicht passt, nicht das Wesen hat, nicht das Glück hat, nicht die Freude hat, nicht den Mut hat, einfach zu sein

einfach seiend, wie wärs gewesen?
zu normal, zu gewöhnlich, zu natürlich, zu glücklich?
zu erfolglos, zu wenig Geschmack, zu wenig unabhängig..

Unabhängigkeit, Selbstbestimmung, dann tuts auch nicht mehr so weh, dann kommts auch nicht mehr so nah ran. Dann kommt wohl eher sie ran, sofern sie Geschmack findet.
Geschmäcker sind nun mal verschieden, für sich und unabhängig. Dableibend, wo man sich wohl fühlt. Leicht gesagt, sollte es aber auch eigentlich sein. Wo bin ich? Was mag ich? Was tut mir gut?

Fühle dich wohl in deiner Haut. Fühle dich wohl in deinem Umfeld. Mach es dir wohlig. Bleib bei dir.

Sonntag, 13. März 2011

Affenliebe

Priamtenliebe; Affenzirkus; Zirkusaffe
schreit der Affe; was fort is is fort
liebt der Affe, erdrückt er dich
liebt der Affe, vor allem die mit Geschmack
trifft ihn selbst jener nicht, schreit der Affe
tanzt der Affe; Affenzirkus

Wild ist er, instinktiv
der Primat steht nicht über sich
Affe gekränkt in jeder Unstimmigkeit; Affenzirkus
Urprinzipien; Triebe
will, muss sich krallen, woraufhin es Hiebe gibt
Zirkusaffe; Imponierversuche; um sich schlagen
sieh mal da, zum lachen, merkt Affe gar nix mehr

Affe traurig, Affe wütend, Affe verzweifelt
schönes Gefühl is fort
sucht Affe was vorher da war
schnuppert sich zurück
haftet doch zu oft an dem was war
Affe vergisst, Affe kann auch lernen
Affe stolz, Affe gekränkt, Affe alleine
Affe schämt sich, Affe misst, Affe erklärt sich, Affe sucht sich

Affe findet, Affe lernt, Affe muss aufstehen, muss vergessen
Affe kann nicht bereuen, weil er nunmal Affe ist
Affe vertraut in sich, in Natur, dass er beim nächsten mal schlauer ist
vielleicht mal über sich und seiner Wildnis, seiner Lust, seinen Trieben
seiner Eifersucht, seinem Besitzwunsch, seiner Gier, seinern Affekten steht
dass Affe sich nicht ewig blenden lässt, nicht vergisst, wie human wir doch alle sind
ohne Magie, ohne Prestige, Glanz und Schmuckwerk
dass Geschmack nicht streiten lässt, auch wenn es so wichtig erscheinen mag
kaum Einfluss auf das was Natur, das Wesen, die Chemie doch sagt
Sich Affe findet, seine Mitte

Weg von Reaktion Affe, auch wenn vergangenes so affig erscheint

Montag, 7. März 2011

Gegessen

durchziehen lassen
durchqueren
auflösen lassen
begreifen lassen
kommen und gehen lassen
machtlos sein
unabhängig
vertrauen lassen
werden lassen
zirkulieren lassen
diskursieren lassen

sein bleiben, werden
was steht schon in meiner Macht
kann nur tun, nicht denken

passieren lassen, passiert nichts
wirklich
Kopfsache selbst überlassen, Tatmensch
Schicksal überlassen; Aberglaube - überlass ich
werd ich, tu ich, lass ich Gedanken sein
greife kaum ein, Wiederholung

Strudel, Sog lassen


gelassen
stehenlassen
liegenlassen
loslassen
lassen
is durch
gegessen
verdaut
neues
bauen
und immer wieder lassen

Fixierung - Eifersucht
unnötig - vertrauen

kommt wie es kommt
aushalten, durchhalten, einsehen
vertrauen
gelassen
loslassen
lassen

weiter
bauen
genießen
hoffen
glauben
erwarten - loslassen

Sonntag, 6. März 2011

Samstag, 5. März 2011

Gier

wenn der Schatz die Augen verdirbt
der Glanz zur atomaren Verstrahlung
Besitzgier; lässt dich bemächtigen
außer Kontrolle; zwanghaft; wider besseren Wissens
Augen in Reflektion, hängen ab
Glück absolut entschieden vom Glanz abhängig gemacht

Schatz gehoben und doch verliert er nicht seinen Glanz
völlig anormal an der Grenze zur Lächerlichkeit
vernarrt, idiotisch, verrückt voll im Wahn
liebst du den Glanz, liebst du Liebe an sich; ein Gefühl
gar nicht real, gar nicht der Schatz selbst
und doch lässt er dich nicht los
kannst du nicht gehen
doch blickst du ja doch nur noch in Tiefe
siehst noch die Funken, den letzten Glanz
ganz weit unten am Boden liegt er jetzt wieder
nichts in der Hand; ohnehin ja doch wieder Besitzwunsch
unten am Boden; doch immer nur in Einbildung gehoben
verhoben, Herz gebrochen; am Boden

immer nur am Glanz festgehalten, der Glanz fantastisch
atemberaubend; erstickt dich selbst
lässt ab von dir selbst, bishin zur Selbstaufgabe, du Idiot
wir bleiben selbst, bleiben allein; es ist wirklich besser nicht alles zu teilen
Mutter zu ihrem Kind, teilt wohl alles
doch kann das kein Ziel sein, nicht im ernst
auch wenn der Trieb außer Kontrolle gerät
Sexappeal steigert sich zum gebrochenen, hilflosen Kind
geh bitte; bleib für dich

es kann nicht das Ziel sein, alles zu teilen
bleib bei dir; mit dir selbst; Nähe Distanz; mehr aus der Ferne
Objektiv und nicht so nah ans Herz; weil es so schnell brechen kann

Schütz dich selbst; stärke Herz; Ich-Stärke; mit dir selbst
im Zweifel immer allein; Unabhängig - stabil

Kontakt

tim.a.elstner(at)gmail.com